Fahrrad fahren mit Ihrem Hund

Das Fahrradfahren mit Ihrem Hund kann eine tolle Freizeitaktivität sein. Dabei sollten jedoch einige Regeln beachtet werden: Hunde wollen weder mit Muskeln prahlen noch das gelbe Trikot gewinnen, daher sollten sie die sportlichen Vierbeiner beim Laufen neben dem Rad nicht überfordern. Gerade in der wärmeren Jahreszeit darf nicht vergessen werden, dass der Hund im „Pelzmantel“ läuft. Ganz abgesehen davon, dass ohnehin nur bei milden Temperaturen gemeinsam mit dem Vierbeiner gefahren werden sollte. Kein Tier würde bei starker Hitze freiwillig jagen und rennen - und schon gar nicht auf Asphalt oder Beton, denn dafür sind Hundepfoten nicht gemacht. Ein langer Lauf auf harten Böden lässt sie schnell wund werden und auch die Gelenke leiden unter den Erschütterungen.

Tempo-Limit einhalten! Auch neben seinem radfahrenden Herrchen braucht der Vierbeiner genügend Zeit um seinen Sinneseindrücken nachzugehen. So ist die natürliche Fortbewegung ein ständiger Wechsel zwischen Stehen, Gehen, Traben und Laufen. Nehmen Sie Rücksicht darauf! Strecke und Geschwindigkeit sollten stets nur langsam gesteigert werden. Im sogenannten Kräftespargang, einem lockeren Trab, können gut trainierte und lauffreudige Hunde dann sogar längere Zeit durchhalten. Und ganz wichtig: Das Tempo bestimmt immer der Hund! Und an befahrenen Straßen sollte dieser natürlich an der Leine mitlaufen. Ob sich beim Hund Müdigkeit und Überhitzung eingestellt haben, zeigt sich am besten in den Pausen. Beobachten Sie Ihren Hund aufmerksam! Blickt er beim Stehen interessiert umher, dann ist er noch gut drauf. Legt er sich aber sofort nieder und interessiert sich nicht mehr für das Geschehen ringsherum, ist es höchste Zeit, einen schattigen Ruheplatz zu suchen und ihm Wasser zu reichen.

Junge Hunde, bei denen der Körperbau noch nicht voll entwickelt und die Muskeln nicht gefestigt sind, brauchen Schonung - egal wie lauffreudig die Rasse auch sein mag. Mit Hunden unter 18 Monaten sollte lediglich das sichere Laufen am Rad behutsam trainiert werden. Glück hat natürlich, wer einen Welpen hat, dem der Züchter schon einmal zeigte, was Radfahrer und Fahrräder sind und wie sie sich bewegen.

10 kurze Tipps zum Thema:

  • Viele Pausen einlegen und den Hund beobachten.
  • Keine zu jungen, kranken oder alten Hunde am Rad laufen lassen.
  • Laufleistung (Strecke und Tempo) langsam steigern.
  • Nie bei Hitze fahren. Der Hund hat keine Fahrtwindkühlung. In Bodennähe ist es wärmer.
  • Wasser oder ein erfrischendes Bad im Bach anbieten.
  • Nicht zu lange auf Asphalt bleiben.
  • Abgasreiche Strecken schnell verlassen.
  • Stark befahrene Radwege meiden.
  • Nicht die Leine ums Lenkrad wickeln.
  • Nie direkt vor dem Lauf füttern.
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